3 Tipps wie Hochsensible Menschen persönlich mehr erreichen

mehr erreichen

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Mehr erreichen? Das funktioniert ja sowieso nicht!

Vor zwei Wochen hast du mit viel Engagement begonnen das Buch zu lesen und Notizen zu machen. Du willst doch endlich besser lernen mit deiner Hochsensibilität umzugehen, oder? Und jetzt? Keine Zeit mehr, der Alltag hat dich überholt. Irgendwie schon übel? Oder? Was du da tun kannst, erfährst du gleich.

Echt jetzt? Etwa schon aufgegeben?

Komm schon! So schwer kann das doch gar nicht sein. Jetzt hast du so viel investiert, hast Geld ausgegeben und das Buch gekauft und bist erst bei Seite 40. Wenn du so weiter machst, wirst du die restlichen 300 Seiten aber nicht mehr vor dem Jahreswechsel schaffen!

Heute enthusiastisch, Morgen begeistert und Übermorgen nur noch ernüchtert.

Mehr erreichen? Eine Illusion?

So geht es vielen von uns. Das kenn ich auch. Man nimmt sich vor, von heute an jeden Tag in einem Buch zu lesen und sich weiterzubilden, aber dann – …..

Den Rest kennst du sicher. Man lässt es dann irgendwann sein und gibt auf. Aber muss das sein?

Ich bin als Hochsensibler Mensch nicht nur Hochsensibel, sondern auch noch vielseitig interessiert. Du brauchst nicht viel zu tun, um mich für etwas zu begeistern. Ausser du versuchst es mit etwas rund um das Thema Pferde. Da bekommen mich keine zehn Pferde hin. Frag meine Frau!

Begeisterungsfähig bin ich – das steht fest. Und somit fällt es mir auch gar nicht schwer, mit grosser Motivation und grossem Enthusiasmus zu beginnen. Und eigentlich weiss ich ja auch, wohin ich gehen will. Ich habe ein Ziel: Etwas verbessern…

Aber reicht das? Etwas Motivation und ein Ziel? Wenn man dem Ziel sagen kann!

Das musst du tun, wenn du weiterhin scheitern willst

Wenn du ganz sicher sein willst, dass du jämmerlich versagst, musst du unbedingt versuchen, das was du erreichen willst, in deinen ohnehin schon vollen Terminkalender zu pressen. Einfach noch obendrauf packen.

Kennst du die Bilder von den halsbrecherischen Transporten in südlichen Ländern. Wo die Menschen teilweise mehr auf ein Fahrrad laden als du in deinen grossen Bus bringen kannst. Und die fahren dann auch noch damit!

Genau so komme ich mir auch manchmal vor, wenn ich mir vornehme dieses oder jenes Buch nicht nur zu lesen sondern richtig durchzuarbeiten. Immer am Freitag von 17:45 bis 18:00 habe ich noch eine Viertelstunde Zeit. Da würde es passen.

Passt genau ein Mal. Wenn ich gut bin, zwei Mal. Dann ist aber spätestens Schluss.

So und dann ist da noch der Informationsmüll der täglich um meine Aufmerksamkeit buhlt. Der Teil der Informationen, die mir nichts bringen, meine Zeit klauen und meinen Hochsensiblen Kessel innert Kürze füllen. Wenn du damit deine Zeit ausfüllst, wirst du es auf die ersten Plätze schaffen wenn es darum geht, wie du sinnlos deine Zeit vergeuden kannst.

Ich schaue wahnsinnig gerne Serien. Und wenn dann noch eine Doppelfolge kommt, kann ich manchmal fast nicht aufhören. Auch wenn ich die Folgen aufgenommen habe. Ist gerade so spannend! Aber es bringt mich überhaupt nicht weiter. Wenn ich Glück habe, lerne ich noch etwas über Physik oder Chemie. Oder sonst etwas, was ich spätestens eine Woche später wieder vergessen habe.

Wenn du ganz nach oben willst – auf den Thron – musst du es unbedingt vermeiden, einen Plan zu machen und dir ein Ziel zu definieren. Da geht doch der ganze Spass verloren! Schliesslich musst du flexibel bleiben und auf jedem Meter deiner Reise deinen Weg wieder anpassen können.

Also! Um es zusammenzufassen: Dein Buchleseprojekt unbedingt auf deinen Terminkalender obendrauf packen, Informationen oder Serien konsumieren die dir auf keinen Fall was bringen und zu guter Letzt noch vermeiden, dir zu überlegen, wohin du fahren willst.

So klappt es auf jeden Fall!

Und mit dem solltest du auf keinen Fall beginnen

…es sei denn, du willst wirklich was ändern und mehr erreichen!

Wenn du wirklich etwas ändern willst, musst du bereit sein etwas aufzugeben, um zu wachsen. Du zahlst in jedem Fall einen Preis – einen kleineren oder einen grösseren. Aber einen Preis.

Als ich vor ein paar Jahren in etwas fortgeschrittenerem Alter noch Studieren ging, musste ich oft noch lernen, während meine Kommilitonen am Abend im Ausgang waren. Wenn du mal die 30 überschritten hast, brauchst du für Algebra und Konsorten einfach länger als mit 20. Hab ich mit 20 auch nicht geglaubt!

Also quälte ich mich bis spät Abends noch mit Binomischen Formeln, Differenzialrechnung und den anderen Nettigkeiten der Mathematik. Geschafft habe ich es am Ende – aber es hat mich etwas gekostet.

Wenn du also dein Buchprojekt wirklich so durchziehen willst, musst du bereit sein, einen Preis zu bezahlen.

Was ist dein Preis, den du zahlen musst?

Wieviel bist du bereit zu zahlen?

Wie lange dauert das noch?

Super! Gratuliere! Du hast begonnen und dir sogar ein regelmässiges Zeitfenster geschaffen. Aber nach zwei Wochen, wenn deine Lieblingsserie wieder läuft und die Motivation schleichend abnimmt, wird es schwer. Aber warum denn?

Weil du davon ausgegangen bist, dass es schon irgendwie geht. So schwer wird es wohl nicht werden. Kennst du das? Am Anfang hast du doch immer den Eindruck, dass die neue Sprache gar nicht so schwer zu erleben sein wird. Du hast ja schliesslich schon ein paar Worte in deinem Wortschatz drin. Das geht ratz fatz!

Wenn du mehr zum Thema „ratz fatz“ erfahren willst, findest du im Blogartikel der letzten Woche zusätzlich Informationen.

Das mit dem „ratz fatz“ ist leider ein Irrtum!

Ich muss mir eine ganz wichtige Frage stellen. Eine Frage, die beinhaltet, dass im Gegensatz zum „ratz fatz“ mein Lernen ein Prozess darstellt. Ein Prozess, der sogar ein Leben lang andauern wird, wenn ich mich stetig weiterentwickeln will. Die Frage heisst nicht „Wie lange noch?“, sondern „Wie weit kann ich noch kommen?„.

Damit verändert sich die Perspektive, auch auf dein Buchleseprojekt und du wirst endlich mehr erreichen.

Wie weit kann ich kommen?

Wenn du so deine Perspektive zu verändern beginnst, wird es in Zukunft keine Rolle mehr spielen, dass du heute deine Lieblingsserien nicht hast schauen können.

Mal abgesehen, dass es noch einen weiteren Punkt gibt, der dir helfen wird. Gleich mehr dazu.

Kleiner Einschub meinerseits: Du kannst ja am Samstag Nachmittag mal einen Seriennachmittag einschieben. Nur so als Idee! Macht mir irre Spass!

Aber wohin fährst du überhaupt?

Wenn du nicht weisst wohin du fährst, brauchst du dich auch nicht zu wundern, wenn du da ankommst, wo du eigentlich gar nicht hin wolltest.

Warum liest du das Buch?

Das Warum ist ein ganz starker Treiber in die richtige Richtung. Warum? Warum liest du dein Buch? Warum habe ich mit 38 Jahren noch ein Studium angefangen?

Eines kann ich dir sagen: Ohne ein starkes Warum hätte ich es nie geschafft. Denn wenn du mit knapper Not das erste Semester in Mathe schaffst, stellst du dir schon einige Fragen.

„Echt? Du kannst mehr erreichen und das Studium schaffen? Wirklich?“

Trotz viel Lernen, Nachhilfe und nur dank der Tatsache, dass Mathe mit Informatik zusammen gezählt wurde, habe ich es geschafft.

Ab dem zweiten Semester ging es dann bedeutend besser.

Mein Wunsch war es, in der Personalentwicklung und Aus- bzw. Weiterbildung tätig zu werden. Das war für mich von Anfang an klar. Ich wollte Menschen unterstützen, einen Schritt im Leben weiterzukommen. MEIN WARUM!

Genau das, was ich jetzt mache. Einfach in einer anderen Form.

Mein Ziel war die Personalentwicklung, mein Warum der Wunsch Menschen zu unterstützen. Das hat mir geholfen, durchzuhalten und das Ziel, die Diplomierung am Ende des Studiums zu erreichen.

Weisst du was ich mir sehr oft vorgestellt habe? Kennst du die Szenen, in welchen College-Absolventen ihre Hüte in die Höhe werfen? Genau das habe ich vor meinem inneren Auge immer wieder ablaufen lassen. Die Vorstellung, wie ich meinen Hut in die Höhe werfen und wir alle unseren Abschluss feiern.

Einen Hut hatte ich am Ende nicht, aber in dieser Kirche das Diplom zu erhalten, war genauso gut!

Was also kannst du tun?

Ganz wichtig: Gib nicht auf! Edison hat 10’000 Versuche gebraucht, bis die Glühbirne funktioniert hat.

Richte dich täglich neu aus! Der heutige Tag zählt – für das Ergebnis von morgen!

Überlege dir, was dein Warum ist! Auch für dein Buchleseprojekt! Egal wie gross dein Wunsch, dein Projekt, dein Ziel sein mag – das Warum ist entscheidend!

Denk an deinen Weg, den du gehen willst. Denk daran, was du erreichen willst und überlege dir, wie weit DU kommen kannst!

Und ganz zum Schluss noch dies. Nichts ist wirklich ohne Kosten. Wenn du wirklich eine Veränderung und mehr erreichen willst, musst du bereit sein, einen Preis dafür zu bezahlen. Wieviel bist DU bereit zu zahlen?

Jetzt bist du dran! Auch du kannst mehr erreichen!

Wo hast du ein Projekt, einen Prozess, wo du hängen geblieben bist? Warum war das so? Ich lade dich ein, dir einmal Zeit zu nehmen um die Fragen weiter oben für dich zu beantworten.

Und wenn du magst, lass uns als Hochsensible Community daran teilhaben und schreib mir einen Kommentar unten in die Kommentarsektion.

Sei ein Abenteurer der die Welt bewegt!

Dein Markus