Wenn du trotz viel Erholung immer noch müde bist

Erholung

Photo by Abbie Bernet on Unsplash

 

Ich könnte nur noch… Gähn….

Schlaf und Erholung sind nicht nur für Hochsensible Menschen extrem wichtig. Was machst du aber, wenn du trotz genügend Schlaf und bewusst gestalteter Erholungsphasen den ganzen Tag schlafen könntest?

Was is denn da los? Trotz Erholung bin ich immer noch müde

Ich bin hundemüde!

Ja genau. Und das obwohl ich meine Zeit bewusst plane.

Auch arbeite ich nicht zu viel und zu lange.

Warum also bin ich fast den ganzen Tag müde?

Klar! In der letzten Zeit war viel los. Das Aufbauen von abenteuerhochsensibel.ch und die damit zusammenhängenden Aufgaben haben ganz schön Energie gekostet.

Klar! Das private Projekt, dass ich Ende September soweit abgeschlossen habe, war auch nicht ohne.

Und klar! Gewisse private Themen beschäftigen mich auch immer wieder.

Und trotzdem!

Schliesslich plane meine Tage seit einiger Zeit wirklich bewusst. Zeit zur Erholung, Zeit für Sport, Zeit für die Beziehung.

Schlaf ist bis auf ganz wenige Ausnahmen auch genügend da. Daran kann es also auch nicht liegen.

Eigentlich sollte es doch funktionieren!

Warum in aller Welt also bin ich müde?

Dann streiche ich halt ein paar Aufgaben

Scheint auf den ersten Blick das Einfachste zu sein.

Ein paar Aufgaben weniger, noch mehr Zeit zur Erholung und gut is!

Schön wär’s!

Meine Aufgabenlast ist im Moment nicht so hoch, dass ich da reduzieren müsste. Eigentlich ist sie sogar gut zu handhaben.

Somit fällt das weg.

Von meinem privaten Projekt habe ich euch ja schon erzählt. Nachdem dieses beendet war, ist mein Müdigkeitslevel sogar noch mehr angestiegen.

Und die Siesta, die ich immer wieder über den Mittag einstreue, hat auch nicht geholfen.

Ok! Kurzfristig schon. Aber insgesamt bin ich trotzdem immer müder geworden.

Was hilft dann?

  • Mal eine längere Pause? Eventuell.
  • Mehr und länger schlafen? Könnte dazu beitragen.
  • Mehr Musik hören und bewusster Pause machen. Möglich.

Aha! Dort liegt der Hund begraben!

Beim Nachdenken sind mir all diese Fragen ebenfalls durch den Kopf gegangen. Alles Möglichkeiten, meinen Alltag noch bewusster zu gestalten.

Ist ja schliesslich für Hochsensible Menschen extrem wichtig.

Doch warum hat all das bisher nur beschränkt geholfen?

Weil mein Kopf keine richtigen Pausen gemacht hat!

Mein Kopf hat genau in dem Moment zu drehen begonnen, als der Lichtschalter in die Aus-Stellung gegangen ist.

Dann hat mein Gehirn begonnen, Szenarien durchzudenken, Projekte zu planen und den Tag Revue passieren zu lassen.

Ich echt schei…

Das Dumme daran: Du kannst das nicht abstellen. Nicht so einfach jedenfalls.

Kennst du das auch?

Du liegst im Bett. Es ist dunkel und eigentlich bist du hundemüde. Du würdest jetzt gerne schlafen.

Aber dein Kopf schiebt noch Überstunden. Entwickelt Ideen. Reflektiert über Probleme, mit denen du dich den Tag über beschäftigt hast.

Ist echt übel.

Und dann – nach Stunden – kannst du endlich einschlafen.

Ergebnis? Was wohl? Du wachst wie ein geschlagener Hund auf. Wie wenn eine Dampfwalze über dich drüber gefahren ist.

Kennst du die Wolke?

Nein, keine Angst. Ich drehe jetzt nicht durch!

Die Wolkenübung ist eine tolle und sehr hilfreiche Sache.

Sie ermöglicht es, alles was so undefiniert ist, was einen beschäftigt, in die Gegenwart zurück zu holen.

Es ist doch so! Oft sind es diese diffusen Sachen die einen im Unterbewusstsein beschäftigen, die einen belasten. Man weiss, dass da WAS ist. Auch benennen kann man es oft noch.

Aber es ist nicht greifbar. Irgendwie.

Das Schlimmste daran sind aber die vielen Themen, die wie in einer Wolke – oder man könnte auch im Nebel sagen – verborgen sind. Sie sind da, aber du kannst sie nicht greifen.

Nimm dir in solchen Situationen ein Blatt Papier und schreib dir zuerst mal alles auf, was dir in den Sinn kommt. Keine Zensur. Alle aufschreiben!

Und dann ordne diese Punkte deinen verschiedenen Lebensbereichen zu:

  • Du selbst
  • Familie
  • Hobby
  • Sport
  • Beruf etc.

So kannst du sie besser greifen.

Schliesslich ist da noch der letzte und aus meiner Sicht wichtigste Schritt:

  • Was machst du damit?
  • Wo sind konkrete Schritte angezeigt?
  • Und wo nicht?

Diese Übung habe ich in den letzten Tagen auch gemacht. Sie hat mir geholfen, Vieles wieder klarer zu sehen.

Ich fühlte mich danach wie ein Adler, der sich in die Luft geschwungen und die Welt aus grosser Höhe betrachtet hat.

Ich habe wieder den Überblick!

Und der Schlaf ist auch besser geworden. Es sind vor allem noch Aufgaben, die ich von einer Sitzung mitnehme, die mich dann am Abend beschäftigen.

Hier muss ich noch eine Lösung finden, wie ich diese Aufgaben einfach Aufgaben sein lassen kann, ohne dass mein Kopf in den Auto-Planungsmodus geht.

Jetzt bist du dran!

Dreht dein Gehirn am Abend auch manchmal durch? Wie gehst du damit um? Welche Methoden und Übungen kennst du, die dir helfen, schneller zur Ruhe zu kommen?

Lass uns als Hochsensible Community daran teilhaben und schreib mir einen Kommentar unten in die Kommentarsektion.

Sei ein Abenteurer der die Welt bewegt!

Dein Markus